Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen häufig stark ab. Dies liegt vor allem daran, dass kalte Außenluft nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann. Wird diese Luft durch Heizungen erwärmt, ohne dass sie befeuchtet wird, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit oft auf Werte zwischen 20 % und 40 %. Optimal für das menschliche Wohlbefinden liegt die Luftfeuchtigkeit im Winter jedoch zwischen 40 % und 60 %.

Ursachen niedriger Luftfeuchtigkeit

  1. Heizungsluft: Heizkörper und Fußbodenheizungen entziehen der Raumluft Feuchtigkeit.
  2. Dichte Fenster und Türen: Moderne Gebäude sind gut isoliert, was zwar Heizkosten spart, aber die Luftzirkulation und den natürlichen Feuchtigkeitsaustausch reduziert.
  3. Trockene Außenluft: Kalte Winterluft hat generell eine geringe absolute Luftfeuchtigkeit.

Auswirkungen trockener Luft

  • Gesundheit: Trockene Luft kann Haut, Schleimhäute und Augen austrocknen, was das Risiko für Erkältungen und Infektionen erhöht.
  • Wohnen: Holzmöbel und Parkett können Risse bekommen, Tapeten können sich ablösen.
  • Komfort: Viele Menschen fühlen sich müde oder haben ein unangenehmes Raumklima.

Tipps zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit

  1. Luftbefeuchter: Elektrische Geräte oder Wasserschalen auf Heizkörpern erhöhen die Luftfeuchtigkeit gezielt.
  2. Zimmerpflanzen: Pflanzen geben Feuchtigkeit an die Luft ab und verbessern gleichzeitig das Raumklima.
  3. Richtiges Lüften: Mehrmals täglich Stoßlüften sorgt für frische Luft, ohne dass die Luft extrem austrocknet.
  4. Wäsche im Raum trocknen: Wäsche auf einem Trockengestell erhöht die Luftfeuchtigkeit natürlich.

Fazit

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Winter kann sowohl gesundheitliche Probleme als auch Schäden im Wohnraum verursachen. Mit einfachen Maßnahmen wie Luftbefeuchtern, Pflanzen oder bewusstem Lüften lässt sich das Raumklima deutlich verbessern. Wer auf die Luftfeuchtigkeit achtet, sorgt für ein angenehmes und gesundes Wohnumfeld während der kalten Jahreszeit.